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Stadt- und Kulturgeschichte von Klausenburg/ Cluj-Napoca/Kolozsvár

Wochenendseminar in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis für siebenbürgische Landeskunde

Zeitraum:
Kategorie: Akademie Mitteleuropa
Veranstaltungsort: Der Heiligenhof - Alte Euerdorfer Str. 1 - D-97688 Bad Kissingen

Die im Norden Siebenbürgens gelegene Stadt ist mit etwa 325.000 Einwohnern gegenwärtig die zweitgrößte Stadt Rumäniens. Siedlungsspuren gibt es aus prähistorischer Zeit und der Antike. Zeitweise war sie Hauptstadt der römischen Provinz Dacia Porolossesis. In der Völkerwanderung verfiel die Siedlung. Auf ihren Überresten wurde Anfang des 12. Jahrhunderts durch die ungarischen Könige, die ihr Reich von der Pannonischen Tiefebene in Richtung Osten bis zu den Karpatenkämmen befestigten, eine Burg gebaut. Ende des 12. Jahrhunderts wurden Hospites aus Westeuropa angesiedelt, die aber im Mongolensturm 1241 umkamen. Danach wurden erneut Hospites angeworben und die Siedlung neu aufgebaut. 1316 wurde Klausenburg Stadt. Ab 1405 wurde sie mit Mauern befestigt. Die Stadt wurde zunächst von sächsischen Kaufleuten
und Handwerkern bewohnt, jedoch zogen Bewohner aus dem ungarischen Umland stetig nach. Ab 1458 gab es eine paritätische Beteiligung deutscher und ungarischer Bürger an der Leitung der Stadt. In Klausenburg durften im Gegensatz zu den sächsichen Städten Siebenbürgens auch ungarische Adlige wohnen und Grundbesitz erwerben. Durch Assimilierungsprozesse ging das deutsche Bürgertum Anfang des 17. Jahrhunderts im ungarischsprachigen auf. 1790 wurde Klausenburg Provinzhauptstadt. 1872 wurde eine Universität gegründet. Nach dem Ersten Weltkrieg kam Siebenbürgen zu Rumänien. Von 1940 bis 1944 kam Nordsiebenbürgen wieder zu Ungarn, danach wieder zu Rumänien. Im Laufe eines Jahrhunderts wurde aus einer mehrheitlich von Ungarn geprägten Stadt durch Bevölkerungswachstum und die forcierte Industrialisierung eine Gemeinde mit großer rumänischer Mehrheit. Klausenburg beherbergt die zweitgrößte Universität Rumäniens, wo (auch im Kommunismus) Bildungswege für die Deutschen und deutschsprachige Rumänen ermöglicht wurden und bis in die Gegenwart ermöglicht werden. Sie hat ein bedeutendes städtebauliches Erbe und ein reges kulturelles
Leben.

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